
| Off-Road: Die 5-Tage-Tour |
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Tag vor der Abfahrt: Treffen um 17.00 Uhr im Café von Woermann & Brock (Supermarkt) in der Stadt, Tobias Hainyenko Str., gegenüber von Kücki’s Pub. Hier werden wir die Köpfe zählen, ob auch alle da sind, die an der Tour teilnehmen sollen. Wir werden Vouchers einsammeln, die Verpflegung klären und Infos austeilen. Dann können wir ein Treffen zu einem gemeinsamen, informellen Abendessen ausmachen, damit sich die Gruppe schon mal kennen lernt und auf die nächsten Tage einstimmt.
1. Tag: Gleich außerhalb von Swakopmund geht es schon richtig los. Die Spur windet sich durch die Mondlandschaft und das Kahn-Flussbett bis zur alten Kahnmine. Hier fahren wir in einem weiten Canyon, wo sich zu beiden Seiten unüberwindbare Berge auftürmen. Wir legen gelegentlich Stopps ein, um die Wagen zu überprüfen und uns auch die interessante Vegetation ( z.B. die Welwitschia Mirabilis) anzusehen. In dieser geologisch sehr wechselhaften Steinwüste gibt es viele Fotomotive. Bei der Ortschaft Arandis verlassen wir die Felsschluchten und fahren querbeet durch die Kieswüste zur Spitzkoppe. Auf diesem Teil der Strecke hat man nun wiederum eine sehr weite Sicht, die für Namibia besonders typisch ist. Es geht vorbei an pechschwarzen Dolorit-Adern, durch grasbedeckte Flächen. Die „Pad“ (Piste) ist nicht schwer zu fahren, trotzdem kommen wir nicht schnell voran, da ein ewiges Schalten dies verhindert. Die Strecke ist keine 200 Kilometer lang und trotzdem sind wir mindestens acht Stunden im Auto. An der Spitzkoppe – zu recht auch das Matterhorn von Namibia genannt – werden wir am Lagerfeuer einen netten Abend verbringen. Die riesigen Granitblöcke glühen im Abendlicht richtig auf und laden zum Fotografieren ein.
2. Tag: Wir nehmen eine Pad zum Omaruru-Flussbett, vorbei an alten verlassenen Farmen, dem Brandberg, unserem heutigen Ziel, am Horizont immer entgegen. Auch hier werden wir uns bei Fotostopps die Vegetation etwas näher ansehen, hier werden es die Euphorbia und Commiphora sein. Das letzte Stück in das Omaruru-Flussbett hinein ist sehr eng und steinig, aber kein Problem – wenn man den Geländewagen schön vorsichtig fährt. Im Omaruru folgt dann tiefer, weicher Sand. Hier geht es wiederum mit Schwung entlang. Draußen wird es wieder einfacher bis nach Uis, einer kleinen Ortschaft mit Tanke und Laden. Wir folgen einer Spur um den Brandberg zum Ugab und dem „White Lady“-Campingplatz. Hier gibt es fließendes Wasser für Dusche und Toilette und als Alternative auch eine einfache, aber ordentliche Lodge. Die Länge der Strecke beträgt 150 km.
3. Tag: Wir passieren das Ugab-Flussbett und fahren eine lange Düne hoch, was nicht gleich beim ersten Versuch glücken mag. Danach wird die Wüste schon leicht bewachsen und wir kommen durch ein Gebiet, wo es durchaus möglich ist, wilde Nashörner zu sehen. Bei Begegnungen dieser Art ist Vorsicht geboten. Dann fahren wir über das Sandsteingebirge von Twyfelfontein, hier wird äußerste Konzentration vom Fahrer verlangt, wenn wir uns mit Untersetzung die steilen Hänge hoch und runter arbeiten. In Twyfelfontein gibt es einige Lodges und es bietet sich die Möglichkeit, die Tour zu verlassen oder sich ihr neu anzuschließen (Treffpunkt bei der Twyfelfontein Country Lodge um 14.00 Uhr). Wir fahren nun durch eine wunderschöne Landschaft zum Huab-Trockenfluss. Campen in der Wildnis. Diese Etappe beträgt nur knapp 100 km.
4. Tag: Erstens gibt es hier die Wüstenelefanten und Exemplare anderer wild lebenden Tierarten zu sehen und zweitens hat die Strecke selbst viel zu bieten, von Staub bis zu felsigen Passagen. Hier ist es sehr wichtig, dass man die Spur korrekt hält, damit man sich nicht die Hinterreifen zerstört, welche nicht versichert sind. Wenn wir den Huab verlassen, sind wir wieder in der Wüste und wir genießen den weiten Blick und die fantastische Geologie in all ihren verschiedenen Facetten. Über Gai As geht es runter zum Ugab zu einem Campingplatz. Diese Etappe beträgt kaum 150 km.
5. Tag: Wir fahren westlich am Brandberg vorbei und besuchen die großen Welwitschia-Pflanzen im Messum-Krater, danach windet sich der Weg durch das Messum-Flussbett, einen kleinen Canyon zur Küste, eine tolle Geologie bei der man sich gut vorstellen kann, wie alles entstanden ist. Die Hänge sind mit verschiedenen Flechten bewachsen, die wir uns bei einem unserer obligatorischen Stopps ansehen werden. Dann an der Robbenkolonie „Cape Cross“ vorbei und nach Swakopmund. Wir werden sehen, wie wir vorwärts kommen und können eventuell, wenn die Zeit es zulässt, einen Teil der Strecke am Strand entlang fahren. Noch ein neues Fahrerlebnis. Strecke etwa 250 km.
Ende der Tour in Swakopmund. Wahrscheinlich trifft sich die Gruppe noch mal zu einem letzten gemütlichen Abendessen in einem der vielen Restaurants, um das Erlebnis ausklingen zu lassen. Da wir nicht selber kochen und am nächsten Morgen kein Zeitdruck herrscht, kann ausgelassen gefeiert werden.
Kosten: N$ 4000,-* pro Auto und Tour, Verpflegung nicht eingeschlossen Verpflegung durch den Guide: Zusätzlich N$ 750,- pro Person (vor Ort zu zahlen)
In der Regenzeit (Februar bis April): Sollten die Flussbetten eventuell Wasser führen, ist eine Umgestaltung der Tour nötig. Ich versichere jedoch, dass die Tour auch dann ihren Spaßfaktor hat bzw. dann erst recht, da wir dann „Pfadfinderarbeit“ leisten müssen. Dadurch bekommt die Tour ein ganz spezielles Abenteuer-Flair. Dann kommen noch Wasser, Treibsand, Matsch und Schlamm dazu. |