Frohe Ostern

Hallo,

ich war jetzt sehr viel Unterwegs und habe viel erlebt und vor allem will ich von einem ganz tollen Erlebnis in der Kalahari berichten.
Ich musste fuer eine Reiseleiter einspringen der ploetzlich nicht mehr konnte und schon war ich 4 Stunden spaeter Unterwegs. Auf jeden Fall ging es Hauptsaechlich in die Kalahari, den Kgalagadi Transfrontier Park mit Botswana und RSA. Im Botswana Teil ist es sehr wild weil die nichts Unternehmen, es wird nicht Hand angelegt.

So Uebernachtete ich mit den 3 Gaesten an der Mosemane Pan auf dem Mabuasehube Widerness Trail. Den war seit Tagen keiner mehr gefahren und wir waren somit wirklich sehr einsam. Ich war am kochen und die Tochter wollte eine Taschenlampe vom Vater, worauf hin erst mal eine kleine Streitigkeit ausgefochten wurde. Aber es wurde geleuchtet und siehe da, wir sahen einige Augen leuchten, es waren Loewen die schon ganz schoen nah dran waren. Ich habe versucht sie zu verscheuchen, aber das Feuerholz womit ich sie beworfen habe wurde nur sehr genau untersucht und beschnuppert. Dann haben wir uns ins Auto gesetzt und ich habe Sie in das Scheinwerferlicht genommen. Hat Sie auch nicht verscheucht, sind mir nur hier hin und dahin ausgewichen. Aber es waren 2 Weibchen und 2 Maehnenloewen, schoene Exemplare.
Wir haben das Auto wieder abgestellt und beratschlagt. Dann hab ich noch Feuerholz aufgelegt, das Essen das schon fertig war aufgetischt und dann das Antilopen Steak im Auto verspiesen. Da es Vollmond war, konnten wir die Loewen gut per Fernglas beobachten. Anschliessend haben ich und die Frau noch lange drausen gesessen und beobachtet, aber da die Loewen uns auch nur beobachten wollten war es wie “Schachmatt”. Aber einer von uns musste immer schauen, denn die Loewen haetten den Abstand in wenigen Sekunden ueberwunden, wenn Sie wollten, aber das haetten wir an Ihrem Verhalten gemerkt. Von da habe ich dann per Satteliten Telefon meine Familie in Swakopmund angerufen und Bericht erstattet, damit die auch was von dem Abenteuer mit bekommen.
Die Gaeste sind dann in Ihre Zelte und ich habe im Auto geschlafen und Wache geschoben. Wenn ich wach wurde habe ich geschaut ob sie noch da sind und tatsaechlich waren Sie gegen Mitternacht verschwunden, zur Sicherheit habe ich noch eine runde im Auto geschlafen und dann bin ich auf das Autodach und habe es mir da gemuetlich gemacht.
Am naechsten Morgen habe ich dann die Spuren ausgewertet, Sie sind ganz nah ans Feuer rangekommen und sind dann abgwandert. Mein Feuerholz war nicht mehr zu finden, haben die als Souvenir mitgenommen. Als wir sie zuerst bemerkt haben waren sie schon auf 20 Meter rangekommen. Was waere wohl passiert wenn wir Sie nicht bemerkt haetten???
Es war ein tolles Abenteuer das ich jetzt nach 20 Jahren Reiseleiter Taetigkeit zum ersten mal so nah miterlebt habe. Ein Geschenk fuer all die Jahre Strapazen da drausen im Busch, so hab ich es angesehen. Meine Gaesten sass der Schreck aber ganz schoen tief in den Knochen, das haben wir in den naechsten Naechten in der Wildnis gemerkt, die haben sich gar nicht mehr hinter einen Busch getraut.

Aber auch sonst haben wir viele Loewen gesehen(taeglich), die bruehmten Kalahari Loewen mit der schwarzen Maehne die ohne Wasser auskommen.

Dieser Loewe hatte eine Loewin dabei die auf einem Auge Blind ist, das habe ich erst hier zu Hause beim Bilder bearbeiten bemerkt. Hat eine Kobra wohl ins Auge gespuckt, das ist der Lauf der Natur, brutal.

Noch ein nettes Portrait von einem Erdhoernchen.

See you !

Bis zum naechsten mal, dann hoffentlich nicht mit so aufregender Geschichte, ich will ja noch lange leben und meine Familie geniessen,

Euer Raini Becker / Doc Holiday.

PS: im Mai geht es auf eine Erkundungs- Tour nach Sambia, Malawi und Mozambique, dann gibt es wieder was zu Berichten, also ende Mai wieder im Blog treffen!

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