Caprivi, Sambia, Malawi, Mosambik, RSA, Botswana und zurück nach Namibia

Am Freitag den 27. April sind wir gestartet, ich mit meiner Frau Christiane und Tochter Noemi, im nagelneuen VW Bus mit Dieselmotor und 4Motion. Obwohl dieser Wagen die lange Version ist waren wir bis unters Dach bepackt. Wir kamen erst um 12:00 los da der Wagen noch beim Auto Elektriker war, Anschluss für eine 2 Batterie für den Eisschrank und für eine Solar Zelle. Dann musste ich noch eine „Police clearance“ für den Wagen in Walvis Bay bei der Polizei abholen. Und nach diesem Papier wurde dann nicht ein einziges mal verlangt. Also Spannung bis zu letzt, wann wir nun endlich los kommen. Mein Cousin Christof Brock aus Windhoek mit Cathy, Alex und Beatrice sind in Windhoek zur etwa gleichen Zeit los gekommen. Wir waren durch unsere 2 Mädchen ständig in SMS Kontakt.

In Otavi haben wir uns dann an der Tanke getroffen und Beatrice ist gleich zu uns ins Auto gekommen. Nun sind wir bis Maputo in Mosambique immer hinterher gefahren. Wir sind längst im dunklen in Rundu ( Grenze Angola) angekommen und haben unsere Zelte zum ersten mal aufgeschlagen. Ein guter Campingplatz mit rasen und ordentlichen Sanitären Anlagen.

Am Samstag sind wir gleich früh weiter weil wir einen weiten Weg vor uns hatten mit einem Grenzübergang. Ein Stop bei den Popa Fällen am Okavango Fluß.

Am frühen Nachmittag waren wir in Katima Mulilo und es hat eine Ewigkeit beim Tanken gebraucht. Dort trafen wir Familie Mudge mit 4 Autos die bis Malawi in etwa die selbe Strecke fahren wollten. Ein Katzen Sprung zur Grenze und was für ein durcheinander. Da kann man Menschen schmuggeln, da spielt sich Ein- und Ab-reise in ein und der selben Hütte ab, die haben keinen Überblick und wollten gar nicht alle Gesichter sehen. Naja .

Dann in Sambia , Einreise OK, aber für uns Fahrer fing dann das laufen an, von einem Büro zum nächsten und immer die 4 Fahrer Mudge noch zwischen drin. „Carbon Tax“ hier, Stempel da, Versicherung ( haben sie mir gleich für ein Jahr zahlen lassen) und noch für die Community ein Zoll. Man schaut nicht durch wofür und warum man alles zahlen soll, aber tatsächlich kamen wir endlich weiter, über die schöne geschwungene Brücke über den mächtigen Sambesi Fluss. Gezahlt von der EU, da werde ich immer so sauer wenn dann unsere Staaten noch nicht mal Büros für Ein und Ausreise etc etc und Häuser für die Beamten die da leben sollen von Ihrem Geld bauen können. Soll wohl auch noch einer Sponsoren.

Wir kamen mal wieder im Dunkeln, in Livingstone an ( 700 km) und sind zur Muramba Lodge und haben noch ein Camping Platz bekommen. War alles recht holperig und die Spuren der Hippo eingetrocknet und uneben, das hab ich in der Nacht unter meiner Matratze gespürt. Sanitäre Anlage noch super.

Am nächsten morgen haben wir uns erst mal die Viktoria Fälle angesehen,

da noch Hochwasser war, kam unheimlich viel Wasser die Fälle runter und wir wurden richtig nass,

bei Hochwasser ist es der Simbabwe Seite ebenbürtig. Mittags haben wir uns etwas schlau gemacht und den nächsten Tag verplant. Am Nachmittag noch mal den Eintritt zu den Fällen ausgenützt, es war aber nicht wieder zu erkennen, eine Völkerwanderung, ich nehme an das am Sonntag Nachmittag die Einheimischen freien eintritt haben, was ja durchaus gut ist. Wir sind geflüchtet. Sind dann zum „ Royal Livingstone“ 5 Sterne Hotel zum Sundowner. Ganz tolle Anlage und Aussicht, Preise natürlich dem Angemessen. Am Abend kam noch eine Familie Brückner aus Windhoek dazu, Freunde von Brocks. Haben auch bei uns gecamped. Oh ja, die Familien Mudge waren auch neben uns.

Am Montag morgen habe ich Christiane zum Flugplatz gefahren und Ihr einen Rundflug im Ultraleicht Flieger über die Fälle Spendiert.

Sie war begeistert, der Highlight des Urlaub. Ich bin schon vor Jahren über den Fällen rum gekreist, aber im Ultraleicht Flieger ist es sicherlich noch schöner ( Hautnah) .

Dann hat Christof seinem Sohn Alex ein paar Aktivitäten spendiert, Schluchten Sprung, Abseiling und Rutsche. Am Nachmittag haben wir dann einen Sundowner Cruise auf dem Sambesi gemacht, mit Drinks und Snacks und noch einem leichten Abendessen.

Da haben wir mal richtig Elefanten gesehen. War eine schöne geruhsame Flussfahrt.

An diesem Tag haben uns die Affen heimgesucht und unser Obst gestohlen, nun war Krieg angesagt und Alex hatte seine freude..

Am Dienstag morgen sind wir weiter, Abschied von Familie Brückner die paar Tage später zurück nach Windhoek mussten. Die wohl schlechteste Strecke des Urlaub erwartete ganz unerwartet auf uns. Es war schlimm mit all den „Potholes“ und wir wussten ja nicht wie weit die Strecke so sein mag, das ist Stress wenn man noch so weit fahren will. Aber nach etwa 70 KM wurde die Straße super, wohl die Beste Strecke unseres Urlaub. Was hier in diesen Ländern passiert ist wohl folgendes: Ein Land oder die EU erbarmt sich und Zahl einen Abschnitt Straße, der wird dann nach EU Norm gebaut und ist erstklassig, aber der Staat denkt gar nicht dran die Straße davor oder dahinter mal selbst mit eigenem Geld in Angriff zu nehmen. Wartung kennen die auch nicht, das ist ein Fremdwort in deren Vokabular. Somit wird an so einer Straße kein Handgriff mehr gemacht bis die einstmal neue Straße wieder total zerfällt. Das ist ein Dilemma in diesen Ländern. Hier fällt auch auf das es am Straßenrand nur so wuselt mit Menschen und vor allem Fahrrädern, ganz toll wie dieses einfache Transport Mittel genutzt wird. Und was für Ladungen die damit Transportieren. Die werden genau so überladen wie jedes andere Verkehrsmittel. Hier hauptsächlich mit Säcken, die mit Holzkohle gefüllt sind und für die Stadt bestimmt sind.

Wir kamen nun flott voran und waren schon zum Picknick in Lusake beim Eureka Camp, hier haben wir richtig entschieden und sind weiter gefahren, durch die Hauptstadt Lusaka, mit Shopping Zentren und allem was dazu gehört.

Wir also weiter nach Osten, bis zum ersten Dorf ( Chongwe)war noch unheimlich viel los auf der Straße und wir kamen nicht flott voran, danach wurde es viel besser und wir konnten richtig zügig fahren. Es ging durch einen Wald / Naturschutzgebiet, schöne Landschaft.

Mal wieder zum Dunkel werden kamen wir am Luangwa Fluss an, etwas Fluss runter ist eine Lodge mit Campingplatz. Der war schon voll, aber wir haben noch ein Plätzchen in der Einfahrt gefunden. In der Nacht donnerten Lastwagen an uns vorbei und die „ Overlander“ standen schon sehr früh auf. Wir wollten ja nur schlafen und dafür war es OK, Also weiter nach Osten, nun durch landwirtschaftliches Land. Gutes Land und es wurde viel Obst und Gemüse am Straßenrand verhökert. Ein Sache war recht lustig für uns im 2. Auto, da die Straße zu der Zeit recht schlecht war sind wir ordentlich Slalom gefahren ( die Einheimischen donnern wohl einfach durch) aufjeden fall bekam ein Wadersmann vor Christof angst und machte einen Schritt nach hinten und weg war er. Er ist wohl in ein Loch oder Wasserkanal gefallen und muß ein toller Schreck für Ihn gewesen sein. Ich habe noch lange im Rückspiegel geschaut , aber er kam nicht wieder zum Vorschein. Zum Picknick waren wir bei Chipata, hier haben wir bei „ Mama Rula“ Picknick gemacht, Ausgangs Punkt zum South Luangwa Park. Dann zur Grenze und nach Malawi eingereist, ging ganz flott und ordentlich von dannen. Es war gleich etwas heimisches, die Straßen waren so wie bei uns zu Hause, kein Wunder denn Malawi war immer Süd Afrika freundlich gesinnt und wurde voll von Süd Afrika unterstützt ( Kalte Krieg) . Am Späten Nachmittag waren wir in Lilongwe wo wir beim Golfplatz campten. Der Verkehr ist ganz schön schlimm für solch eine Afrikanische Stadt. Stopp and Go und das hauptsächlich von den Sammeltaxis verursacht und Straßenschilder sind Fehlanzeige in Malawi, die sind längst anderweitig verwendet und werden nicht ersetzt. Man muss sich also gut vorbereiten und durchfragen. Der Campingplatz hatte auch den Charme eines Rastlagers im Naturschutz Gebiet des alten Süd Afrika. Alles etwas alt und zerschlissen, aber sauber und geputzt und für Sicherheit war gesorgt, das war das wichtigste. Am nächsten morgen hörten wir den Muezin vom Minarett zum Gebet rufen. Dann machte ich mit Christiane einen schönen Spaziergang zwischen den Golf Greens. Es gab große Leberwurst Bäume mit den Früchten. Das stammt halt alles noch aus der Kolonialzeit.

Dann haben wir noch eingekauft und was so anfällt. Dann ging es weiter an den Malawi See, erst kurz verfahren (keine Schilder!) und dann waren wir bald in Selima an der Senga Bay. Da wollten wir uns nur umsehen und haben Picknick gemacht. Dann ging es weiter zu unserem Ziel Monkey Bay und zum Cape Maclear. Die Straße dorthin führte uns an ganzen Baobab Plantagen vorbei, aber die sind natürlich NICHT angepflanzt da so ein Baum mindestens 1000 Jahre alt ist. Dann kam eine Straße die ganz hundsmiserabel war, war vor langer Zeit mal geteert und nun war davon rein gar nichts mehr zu sehen. Es wurde mal wieder spät und wir wussten nicht wie lange wir noch brauchen würden. Aber wir erreichten Cape Maclear wohlbehalten und Christof fand unser Ziel auch, es ging Kreuz und quer durch ein richtiges Dorf.

Dann kamen wir zu „ Fat Monkey“, der beste Camping Platz an der ganzen Bucht. Da war nur ein anderes Zelt und somit konnten wir uns breit machen und haben unsere Zelte unter dem Größten und schönsten Mango Baum der Bucht aufgeschlagen. Ein Steinwurf vom See entfernt.

Ganz super, den Platz kann ich nur empfehlen und wir waren uns alle einig, das war der schönste Campingplatz der Tour. Dan Abend haben wir dann im Restaurant gegessen weil wir nach der Tour nicht noch kochen wollten, Essen war gut.

Wir haben dann am nächsten Tag erst mal Pläne für den Aufenthalt gemacht, dann eine Bootstour die Bucht hoch und runter um uns um zuschauen.

Am nächsten Tag haben wir mit dem Boot einen Tagesausflug zum Schnorcheln gemacht, die brachten uns auf eine Insel die etwa 2 km vom Ufer entfernt ist, wir schnorchelten und die Crew hat uns ein köstliches Mahl bereitet, Fisch und Reis und Bananen zum Nachtisch.

Dann kam noch ein Boot von einer teuren Lodge/ Resort vorbei, wir hatten halt die schönste Küste direkt vor der Nase. Dann kam noch ein junger man von unserm Campingplatz an geschwommen, das hat er schon am Tag vorher versucht und dann wieder abgebrochen. ( fahren von www.cape2cape.com) Heute hat er es geschafft und hat mit den anderen einen Lift zurück bekommen. Dann wurden Schreiseeadler gefüttert und ich habe Fotos gemacht, sind aber nicht toll geworden, geht alles viel zu schnell. Dann ging es ins Schutzgebiet/ Reservat zum Schnorcheln. Das war noch mal besser. Dies Gebiet war wohl das erste Frischwasser, das unter Internationalen Naturschutz gestellt wurde. Ist auch nötig weil die Fischer ums Überleben kämpfen und denen ist es egal wenn Sie gerade den letzten Fisch an Land gezogen haben. Wir Europäer können ja auch nicht behaupten das wir es besser machen, wir haben bestimmt schon mehr ausgerottet als diese armen Fischer.

Am nächsten Tag sind wir dann noch mal per Auto zu dem Schutzgebiet zum Schnorcheln, war noch mal besser, weil wir mehr Zeit hatten. Es war ganz toll, sind um eine kleine Insel rum und hier hin und da hin. Die Sicht war toll, Wasser Glas klar und die Verschiedenheit der Süßwasser Fische war auch groß. Den Rest des Tages haben wir im Campingplatz verbracht und waren mal auf dem lokalen Markt und haben Fischprodukte eingekauft.

Den nächsten Tag haben wir nur rumgehagen, in der Hängematte am Wasser.

Die Kinder hatten keine Lust auf Schnorcheln und ich wollte auch nicht allein. An dieses Lotterleben könnte man sich gewöhnen, es gab hier schon Leute die wollten eine Woche bleiben und waren nachher ein halbes Jahr da.

Wir wollten und mussten weiter, am Dienstag den 8. Mai haben wir unsere Zelte abgebaut und uns auf den Weg gemacht. Vorbei an einem Strand mit vielen Ressorts. Mich haben mal wieder die vielen Baobab begeistert.

Die Früchte werden gesammelt und unter „Fair Trade“ nach EU exportiert, schön zu sehen das die Bäume auch finanziell genutzt werden. Dieser Teil von Malawi ist sehr fruchtbar und somit sind da natürlich sehr viele Leute, alle per Fahrrad unterwegs, es gab sogar Fahrrad Werkstätten, das habe ich in Sambia nicht gesehen.

Wir haben dann unser Ziel bei Liwonde erreicht, gab leider keinen ordentlichen Campingplatz, aber wir durften bei einem einfachen Hotel auf dem Rasen campen. Dann stand eine Bootsfahrt an, schöne Landschaft aber für Tieren war es in dieser Jahreszeit ungünstig.

Wir haben nur Hippos gesehen, aber dafür hätten wir die Bootstour nicht machen brauchen da die Hippos gleich vor unseren Zelten waren und Nachts vom Nachtwächter verjagt werden mussten.

Uns begegneten auch Boote mit Einheimischen auf dem Weg nach Hause, wohl alles Wilderer, deshalb auch so wenig Wild und oder Scheu. Wo so viele Menschen leben gibt es natürlich kaum Fleisch zu essen und somit wollen die Leute sich halt was illegal besorgen.

Hier in Namibia sieht man doch am Wegesrand immer mal wilde Tiere, in diesen Ländern nichts, alles aufgefuttert. Auch wir haben meist Huhn oder Fisch gegessen. Wenn es einen richtigen Supermarkt gab, haben wir auch Rinder Filet besorgt weil das ganz ordentlich vom Preis ist, aber am Straßenrand oder Straßenmarkt gibt es KEIN Rindfleisch. Wir haben uns halt von dem Ernährt was das Land hergibt, das war gut und das wollten wir auch so.

Am nächsten morgen ging es früh weiter über der Ortschaft Zomba, hoch gelegen und Plantagen und früher zur Kolonialzeit mal die Hauptstadt gewesen, die alte kleine Ortschaft hatte das gewisse etwas. Dann weiter nach Blantyre, wir waren früh da und somit haben wir uns entschieden weiter zu fahren. Also alles besorgt, tanken, Eis für Christophs Eisbox, Gas für mich und etwas aus dem Supermarkt. Dann weiter nach Mosambique, in der Stadt mal wieder stockender Verkehr, der Verkehr nahm bald ab und wir kamen gut vorwärts. An der Grenze ist alle gut gelaufen, an der Mosambique Seite kam gleich eine Frau und half uns mit den Autopapieren ( alles in Portugiesisch ) , sonst hätte das alles viel länger gedauert, das war ein toller Service und vorbildlich, so lockt man Leute ins Land, so macht es Spaß ( Hier werden Sie geholfen ! ). Dann noch knapp über 100 km nach Tete am Sambesi Fluss. Hier viel mir aber sofort auf das kaum Leute auf der Straße sind , keine Fahrräder mehr, nichts. Die Landschaft war auch nicht gerade ansprechend, nur Gestrüpp. Da merkte man das dies Land lange unterm Krieg gelitten hat. In Tete hat nur ein schwarzer Jesus einen Campingplatz, der war aber eine Zumutung und wir sind zu einem Motel und durften hinter den Zimmern campen, war Ok und sicher. Am nächsten morgen gleich weiter , plötzlich war Familie Mudge wieder auf unseren Fersen ( am Vortag auch schon in Blantyre beim Shoppingcentre) aber bei Luenha trennten sich unsere Wege , Sie sind durch Simbabwe nach Namibia zurück gefahren. Wir waren erstaunt das es so viele Strecken mit guten Straßen gab, aber zwischen drin auch wieder Abschnitte die schlimm waren. Eine Strecke war an den Rändern ausgefranst. Ging ganz gut weil kaum Verkehr war, somit konnte man einfach in der Mitte der Straße fahren, aber wenn ein Auto entgegen kam oder man überholen wollte , dann wurde es verdammt eng und mit „Murphys Law“ kamen immer dann Ausfransungen von der Seite rein. Da kann man sich schon die Aufhängung oder ein ganzes Rad kaputt fahren und hier gibt es kein Ersatz, das ist mal sicher. Im Westen hatten wir das Hochland von Simbabwe neben uns , das Land wurde Fruchtbarer und schöner und auch mehr Menschen Unterwegs, es ging Ihnen besser.

Dann gab es auch schon mal eine Kommerzielle Farm die gut aussieht. Das sind die weißen Farmer die aus Simbabwe vertrieben wurden und die lassen nun hier und auch in Sambia das Land in kürzester Zeit erblühen. Simbabwe nagt nun am Hungertuch während nur 100 ex Simbabwe Farmer das ganze große Sambia ernähren. Am Mittag waren wir schon im Chimoio, zu früh um hier zu bleiben, also kurz entschlossen sind wir weiter. Aber es gibt auch nicht nach 100 km die nächste Gelegenheit zu campen, das geht hier nicht. Die sind nicht auf Tourismus eingestellt und am Straßenrand leben halt zu viele, da gibt es keinen Fleck wo keiner ist und wo man sicher wäre, man muss sich halt sicher sein wo man hin will und dann durch. Vilankulos am Indischen Ozean war unser Ziel und mit der Dämmerung wurde die Straße leider auch schlecht, man musste nun besonders vorsichtig fahren. Naja, wir haben Vilankulos sicher erreicht und eine Bleibe gesucht und einen Ersatz nebenann gefunden, nichts besonderes. Daraufhin sind wir auch ins Restaurant gegangen (la Sombra), „ Seafood“ am Ozean, war leider teuer und nur wenig Krevetten wo die doch da aus dem Meer kommen. Vilankulos wurde ende Februar von einem Cyclon überrollt und es sah noch schlimm aus. Aber man sieht auch nicht das Die es wieder anpacken, die warten das es jemand für die macht. Man sieht auch die Autos der Hilfsorganisationen, aber das einer richtig anpackt, Fehlanzeige. Nun lagen wir einen ganzen Tag im + mit unserer Zeitplanung, das war auch nicht schlecht. Vor Vilankulos ist ein Archipegel mit einigen Inseln, das ist das besondere an dieser Gegend , an sonsten sagt der Name des Dorf schon alles „Village des Lokus“. Am nächsten Tag haben wir uns erst mal orientiert und die Tage verplant. Dann haben wir frische Prawns ( Krevetten) eingekauft und zubereitet.

10 km die Küste runter war noch eine schöne Anlage mit Campingplatz, aber da der Weg so schlecht war, kam der für uns nicht in Frage, zu viel fahrerei. Wir haben uns entschlossen eine Boots Tour ( Arabische Dhow) zu machen.

Zur Insel Margaruque, das war nur knapp über eine Stunde hin und da kann man ordentlich schnorcheln, das hat Spaß gemacht, das Wasser super sauber und der Sand schneeweiß.

Die Crew hat in der Zwischenzeit ein Super Essen aus Meeresfrüchten zubereitet und frische Ananas und Bananen danach. Nach dem Essen noch mal schnorcheln, dann zurück zum Festland. Am nächsten Tag haben wir einen längeren Trip gemacht ,

zum 2 Mile Reef vor der Insel Benguerua. Den Koch haben wir auf der Hauptinsel des Archipegel abgesetzt , Bazaruto, hier hatte das Wasser eine so schöne leicht blaue Farbe, wie man es aus den Katalogen kennt.

Das Schnorcheln war nicht ganz so einfach weil die Ebbe nicht so niedrig war und somit noch vielen Wellen über das Riff kamen. Die Einheimischen werfen leider Ihre Anker in das Riff und machen somit viel kaputt. Man kann richtig sehen wo die Boote liegen und alles nur grau und weiß ist, etwas entfernt sind die Korallen noch intakt und da ist es noch super. Aber leider war es hier zu anstrengend für unsere Frauen und Kinder und somit sind wir leider zurück zum Lunch. Wieder lecker Meeresfrüchte und Obst, Dann die 3 Stunden zurück zum Festland.

Auf dem Grundstück wo wir campten, steht auch ein Haus, da haben sich im Dach Fledermäuse eingenistet und in der Dämmerung sind die da wie die Lemminge raus gefallen und ausgeschwirrt, war fantastisch zu beobachten und für uns gut, denn so eine Fledermaus kann in einer Nacht bis zu 1000 Moskitos verzehren. Aber für das Haus ist das eine Katastrophe, es stinkt und der Guano läuft schon an den Wänden runter. Da müssten nur mal ein paar Löcher am Dach zu gestopft werden, aber das wäre zu viel verlangt und etwas Arbeit. In der letzten Nacht war auch etwas Trubel, es waren wohl Banditen da, aber die 5 Wachhunde und der Wächter haben in der Nacht Ihre Arbeit getan. Wir sind also am Montag den 14. Mai weiter nach Süden. Plötzlich übernahmen Kokos Palmen die Landschaft, tausende und abertausende.

Die haben die Portugiesen damals anpflanzen lassen und auch Cashew Nüsse. Also eine reiche Gegend. Alles lebt von der Palme, aus den Blättern werden Wände geflochten und auch für die Dächer, da werden die anders geflochten, toll wie die Palmen genutzt werden. Die Nüsse werden gesammelt und verkauft und abtransportiert.

Inhambane war unser Ziel, und hier ging es 25 km Südlich zum Paindane Ressort und Campingplatz.

Wir haben uns eine Casita genommen um uns das campen zu erleichtern, Großes Dach, Eigenes Bad und Küche , ganz toll und durch 7 geteilt sehr erschwinglich. Die ganze Küste ist steil, liegt alles auf einer hohen Düne. Wir hatten eine tolle Sicht auf die Bucht. Man musste halt immer die Düne runter zum Meer und wieder hoch zum Zelt. Man war eben nicht so nah am Wasser wie am Lake Malawi. Hier sind wir täglich Schnorchel, aber leider nur einmal am Tag bei Ebbe. Aber das war wirklich einmalig, Wasser klar und eine Vielfalt von verschiedenen Fischen und Korallen die Intakt waren, das erlebt man sonst nur beim richtigen tauchen.

Diese Anlage ist voll in Süd Afrikanischer Hand, man spricht Afrikaans und zahlt in Rand, dafür auch alles Pikobello , das können die Buren. Hier blieben wir eine Woche und wir haben uns häuslich eingerichtet. Die Hängematte kam wieder zum Vorschein und war mal wieder der beliebteste Platz, immer Reihe um haben wir darin gelegen. Alex hat auch eine Nacht drin geschlafen, aber da haben Ihn die Moskitos doch ganz gut bearbeitet und er durfte nicht noch mal drin schlafen.

Aber da meist eine schöne Brise wehte, hatten wir selten Probleme mit den Mücken, die warteten dann eher auf der Toilette auf einen, wo es schön windstill ist und viel nacktes Fleisch zu haben ist. Am Donnerstag waren wir nach unserm täglichen Schnorcheln in der Stadt Inhambane zum einkaufen, da ist der schönste Markt den ich erlebt habe, keine Musik wo jeder seinen Nachbarn übertönen will und somit nur eine hohe Geräusch Kulisse ist, ich würde sagen das da Musik verbot ist, keiner darf seinen „Ghettoblaster“ spielen, das vertreibt eher die Kunden, Super das es so was gibt. Auf der Straße wurden hier besonders Cashew Nüsse verkauft. Tomaten, Ananas, Bananen und so gab es überall. Inhambane ist eine nette kleine Stadt und es gibt viele Möglichkeiten zum Übernachten, Lodges und Ressorts, das ist bestimmt die Touristische Hochburg. Ist auch wirklich schön, wir haben uns die anderen Unterbringungsmöglichkeiten nicht angesehen weil wir total zufrieden waren und nicht noch rum shoppen wollten. Wir haben diese Tage total Genossen, haben einen Großen Fisch geschenkt bekommen ( es gab einen Angler Wettbewerber, vom Paddelboot aus, das ist noch Sportlich) mal frische Langusten gekauft und gegrillt, auf Krevetten hatten wir leider keine Lust mehr. Es gab viel Obst, morgens frischen Obstsalat mit Müsli und Haferflocken.

Mittags ein Salat und frisch auf gebackene Brötchen mit Aufschnitt und Abends die warme Mahlzeit. Da die Sonne schon sehr früh unterging waren wir meist früh im Zelt und zum Sonnenaufgang war ich jeden tag draußen und habe fast jeden Tag ums neue den Sonnemaufgang über dem Indischen Ozean gemacht. Die frauen haben sehr viel gelesen, haben sich auch mal im Wellnerss Centre verwöhnen lassen. Christiane war mit der Behandlung total zufrieden, war wirklich gut. Mann kann da auch am Strand reiten. Eine Tauchstation ist auch vor Ort, aber durch den Angler Wettebewerb hatten die jetzt andere Interessen als mit mir tauchen zu gehen und ich war mit dem Schnorcheln total zufrieden, also kann ich über die Qualität des tauchens nichts sagen. Für das Südliche Afrika ist es wohl eine gute Adresse. In einer Nacht hatten wir auch ein Gewitter, zum Glück waren wir drauf vorbereitet und sind nicht nass geworden. All zu schnell gingen diese geruhsamen tage zu Ende und wir mußten uns auf dem langen Heimweg machen. Am Sonntag früh war es dann soweit, in alle Frühe aufstehen und alles verpacken und 2 Haushalte auseinander sortieren. Dann die Autos packen, raus aus den Dünen und die Reifen wieder aufpumpen.

Ich mit meiner Handpumpe war bei weitem eher vertig als Christoph mit seiner Elektrischen Pumpe, jetzt wißt Ihr warum ich eine alte Handpumpe benutze und 2. kann da nicht so viel kaputt gehen. Ich brauche Ausrüstung die hält, muß nicht immer das bequemste sein und bischen Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung , das schadet nicht bei so viel Autofahren.

Nun auf nach Maputo, der Haupstadt. Ging alles ganz gut, noch mal frische Brötchen am Straßenrand und ein letztes gemeinsames Picknick unter einem großen schattigen Baum. Das Meer sahen wir nicht mehr da die Straße zu weit entfernt ist. Ist also keine Strecke wo mann immer wieder auf den Ozean sehen kann, dafür das Afrikanische Leben, haufen Kokosnüsse die auf den Abtransport warten, Cashewnüsse die am Straßenrand verhöckert werden, Lastwagen die voll geladen sind und noch ein paar Menschen hinten drauf. Immer wieder Ortschaften mit viel Leben.

In Maputo war nun erst mal wieder viel Verkehr und wir kamen nur langsam vorran, verfahren haben wir uns auch, kamen dadurch auch mal ins Armenviertel.

Aber dann haben wir eine Backpacker B&B gefunden das unserem Geldbeutel zugesagt hat. Was kann man zu der Stadt sagen? Sie war früher sicherlich mal ganz toll ( vor der Unabhängigkeit) , jetzt ist alles etwas verkommen und schmuddelig, eben nicht mittel Europa. Zum Sonnenuntergang ein Spaziergang am Meer, so wie es die Einheimischen auch machten, alle sind auf der Straße oder am Strand.

Hier haben sich am nächsten morgen unsere Wege getrennt, Christof und Familie wollten noch 2 Tage bleiben , wir mußten weiter da für Christiane der nächste Musik auftritt mit Ihrem „Trio Feminale“ geplant war.

Der Grenzübergang nach Süd Afrika war sehr beschäftig, hier mußten wir zum einzigsten mal richtig in der Schlange stehen, aber auch das ging . Süd Afrika rein war gleich ein anderer Schnack, da klappt es nur wie am schnürchen. Auch sonst war in Süd Afrika alles so vorbildlich, eher wie in Europa.

Aber das tat jetzt auch mal wieder gut und man weis es zu schätzen. Es war ja schön mal richtiges Afrika zu sehen und zu erleben, aber das reicht dann auch. Alles hat seine vor und Nachteile. Man bekommt in den armen Ländern das, was die Natur gerade hergibt und das schmeckt gut. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen wie die Früchte gut schmecken wenn die am Baum reif werden.

Wir haben zB noch ein teil Ananas hier in Swakopmund, ist jetzt also 10 tage alt und ist bei weitem nicht mehr so saftig wie frisch geerntet. Die Leute sind einerseits zu beneiden, aber tauschen möchte ich deswegen auch nicht. Hier im Lowveld , neben dem Krüger National Park ist noch alles üppig grün und es gibt Stände mit Makademia Nüssen, Avocado, Mango, Orangen und so.

Dann ging es schön Bergauf und bald waren wir auf 1900 m überm Meersespiegel und es wurde kalt und trocken. Dann im Highveld war es ganz triest und weniger schön, abgeerntete Maisfelder und Rauchschwaden von den Kohle Kraftwerken.

Die Straßen super , Mautstraßen, und alle fuhren vorbildlich und keine Raserei. In Pretoria habe ich mich bei meinem alten Wirkungstätten umgeschaut, nichts wie es vor 21 Jahren war. In der Siemens Fabriek ist nun der Staat mit einem Ministerium „Homeaffairs“, bei der kleine Farm wo ich gelebt habe sind jetzt nur noch Garagen zum mieten, für Leute die Speicherplatz brauchen, neue Shopping Centre sind entstanden. Die „Unions Buildings“ und das „Voortrekker“ Monument haben wir besucht.

Dann haben wir uns auf zu alten Bekannten aus meiner Siemens zeit aufgemacht, dabei sind wir mal so richtig in die Rushhour nach und von Johannesburg gekommen, war gut das mal wieder zu erleben, darauf kann ich verzichten genauso auf die Luftverschmutzung. Das waren Gründe warum ich dort vor 21 Jahren weg bin. Es ist einfach kein „blauer“ Himmel zu sehen, wenn man mitten drin steckt merkt man das gar nicht, aber wenn man von außen rein kommt, dann merkt man es am besten. Ich kann mich noch genau an ein Ereigniss vor 26 Jahren erinnern, da kam ich im Winter an einem Sonntagmorgen aus Deutschland zurück nach Johannesburg / Siemens und da habe ich diese Dunstglocke über dem Ballungsgebiet zum erstenmal gesehen, ich war ganz schön erschrocken und habe mir gesagt: Raini, hier darfst Du nicht bleiben, das kann nicht gesund sein. Der Rest ist Geschichte, ich habe mich dran gehalten und jetzt versuche so vielen Leute wie möglich die Wunder unser Natur etwas näher zu bringen, auch wenn es nur für einen Urlaub ist. Meine Tochter soll ja auch noch ein schönes Leben auf dieser Erde führen können.

Am nächsten morgen war es so kalt das Wasser gefroren war ( Johannesburg auch Schnee), wir sind dann weiter Richtung Westen, Botswana war unser nächstes Land. Grenze Ok, in Botswana leider weniger freundlich, so sollte man Gäste NICHT behandeln, die haben uns einfach ignoriert und stehen lassen und der einzigste unfaire Wechselkurs. Dafür gab es in Botswana bei weitem das billigste Diesel. Es war ganz schön durch die Kalahari zu fahren, wir Lagen etwa 1100 Meter über Meeresspiegel und es war inzwischen schön warm im Auto, es wurde einsamer und einsamer, erst noch eine Diamant Miene, der Reichtum von Botswana. Wir konnten jetzt richtig auf die Tube drücken und mit 160 sind wir durch die halb Wüste. Jetzt haben wir auch zum ersten mal wieder Wild Tiere gesehen. Steen - Bock und Strauße, hier wo der Mensch nicht so ohne weiteres Überleben kann, ist es für diese Tiere kein Problem, aber durch Geld / Diamanten rückt der Fortschritt auch immer tiefer in die Wüste und wird die Tiere mit der Zeit auch immer weiter zurück drängen. Mir hat die Landschaft sehr gefallen, vor allem wenn schöne große Akazien da sind. Dann die letzte Grenze und wir waren wieder zurück in Namibia, noch eine Letzte Nacht in einem einfachen B&B in Gobabis, war nochmal richtig kalt, dann waren wir am Mittwoch den 23. Mai 2007 nach fast 4 Wochen wieder zu hause. „ Home, sweet home“

Es waren 7700km und wir hatten mit keinem Auto Probleme, Keine Panne – NICHTS.

Alles glatt gelaufen und Christof hatte die Tour super geplant, wenn wir fahren , dann ordentlich, dafür dann wieder Tage lang gar nicht fahren, das war gut.

Jedes Land ist etwas anders und hat seine Eigenheiten, sehr Interessant.

Kommentare: 0 (Diskussion geschlossen)
    Es sind noch keine Einträge vorhanden.