Es weihnachtet sehr

Hallo Liebe Freunde,

jetzt gibt es die Weihnachtsgrüße von mir, Raini Becker persönlich und von meiner Firma Namib Enviro Tours cc aus Namibia, frohe Weihnachten und ein gutes und gesundes 2008!

Ich hatte ein gutes 2007 und nun will ich mal von der letzten Tour berichten. Vom Rest des Jahres könnt Ihr in den einzelnen Blogeinträgen lesen. Ich war zuletzt im Caprivi und es war sehr interessant und es gibt Neuigkeiten, von denen ich gerne berichten möchte. Vielleicht animiert es Euch.

Der Caprivi hat ja so viel anderes zu bieten, es gibt viel Wasser und somit sind die Tiere auch sehr unterschiedlich zu denen, die wir im trockenen Teil Namibias haben. Es gibt Hippos, Krokodile, Büffel, und jede Menge Antilopen.

Es werden einige Wasseraktivitäten angeboten. Man fährt per Boot auf den Flußläufen zwischen Seerosen und Schilf daher und sieht jede menge Vögel und auch kleine Tiere, wie hier den Glockenfrosch, der nachts ein besonders schönes Konzert gibt.

Auch die Kleinen dieser Wildnis sind schön und interessant.
In der hintersten Ecke vom Caprivi waren wir diesmal auf einem Hausboot und das war ganz toll. Auf dem Chobe-Fluss sind wir nun mit dem luxuriösen Hausboot hoch und runter geschippert.

Die 4 Kabinen für die Gäste sind geräumig, Bad ist OK und Betten sind gut. Das Personal war besonders zuvorkommend und nett, die Mahlzeiten super. Auf dem Deck ist ein kleines Wohnzimmer / Lounge von der man nun die Tiere beobachten kann. Elefanten kreuzen den Chobe zwischen Botswana und Caprivi hin und her. Antilopen kommen zum Trinken, es gibt immer was zu sehen, obwohl der November nun nicht der optimale Monat für Tierbeobachtungen ist, da es schon geregnet hat und die Tiere auch andernorts Wasser finden. Nichts desto trotz hatten wir eine super Zeit.

Dann waren wir noch bei der Lianshulu Lodge und von da kann man nun seit kurzem auch über die Grenze nach Botswana, dies haben wir wahrgenommen und sind zur Kwando Lagoon Lodge, ein ganz super Zeltcamp am Ende der Welt. Der Proviant wird per Lastwagen in 21 Stunden von Maun eingefahren und frische Produkte werden zweimal wöchentlich per Flugzeug eingeflogen. Hier ist es besonders wild und die professionellen Fotografen kommen bevorzugt her. Ein Geheimtipp.

Die Guides kennen die Tiere beim Namen, wissen wo sie sich gerne aufhalten und sind somit sehr erfolgreich beim Aufspüren. Wir hatten somit das große Glück, wilde Hunde (painted dogs oder cape hunting dog) zu sehen. Erst lag die ganze Familie nur herum und für uns wurde es schon…

…langweilig, als die Hunde plötzlich aktiv wurden und sich wild und ungestüm begrüßten, ein mehrmals tägliches Ritual. Dann, wie auf ein Kommando, ging die Jagd los: die Jungtiere wollten gleich Büffel jagen, aber die sind nun doch eine Nummer zu groß. In ausgebreiteter Front ging es nun durch den Busch und wir hatten Mühe, mit den Geländewagen hinterher zu kommen. Am Rufen der Hunde konnten wir dann schon hören, dass sie Beute gemacht haben. Ein ganz junges Impala war schon zerrissen und man sah nur noch Stücke vom Tier, wieder das Beschnüffel-Ritual und weiter auf Jagd, nach 5 oder 10 Minuten die gleiche Beute und das gleiche Resultat, wir sahen nur noch Impalareste und blutverschmierte Mäuler.

Diese Beutetiere sind die erfolgreichsten Jäger Afrikas, aber genau das macht sie auch zu so großen Problemtieren, dass man Farmerei auf gar keinen Fall mit diesen „Killing machines“ kombinieren kann. Sie machen auf jeden Fall jeden Tag ein paar mal Beute, nur hier am äußersten Ende der Welt, wo weit und breit kein Mensch von Tierzucht lebt, können sich diese Tiere noch in der Wildnis halten. Es war äußerst interessant, die Jagd zu beobachten. Das wird nur wenigen Leuten beschert.

Dann haben wir auch noch Löwen hautnah erlebt, diese 4 Brüder haben nun keine Angst vor Autos, denn sie sind, als sie noch ganz jung waren, oft unter die Geländewagen gekrochen und haben sich da in den Schatten der Wagen gelegt, hat jemand den Mut, den Löwen da raus zu scheuchen? Wohl kaum.

Der Rest des Rudels ist leider über den Kwando-Fluß nach Namibia ausgewandert und seitdem hat man von ihnen nichts mehr gesehen, denn dort wird Rinderzucht betrieben und Löwen und Rinderzucht passen nun auch nicht optimal zusammen. Sicherlich ist ihnen dieses Schicksal bestimmt:

Keine Bange, dieser Löwe schläft nur, er wurde nicht erschossen. :)


Ich bekomme oft Anfragen, dass Gäste so gerne das Okavango besuchen möchten, hier kann ich nun mit gutem Gewissen etwas anbieten, was wirklich toll ist. Es ist zwar genau genommen nicht das Okavango-Delta, steht ihm aber in nichts nach und ist nicht so überlaufen, weil es so abgelegen ist. Aber vom Caprivi kommend ist es sehr leicht zugänglich. Lesetipp: “Okavango, Juwel der Kalahari”

 

Was gibt es Neues? Ich fotografiere sehr viel auf Tour und dann erstelle ich unterwegs eine Fotoshow für den DVD-Spieler zu Hause und dann gibt es noch eine Auswahl der Fotos mit auf die CD gebrannt, damit können meine Gäste dann am PC ihre eigene Fotoshow vervollständigen. Und die Gäste können gleich am ersten Tag den Urlaub vorzeigen, das ist der neue Service von Namib Enviro Tours. Denn ich weiß ja, wie lange es dauert, bis man normalerweise Fotos bearbeitet hat. Zu Hause ist der Urlaub bald vergessen vor lauter Alltagstress.

 

Liebe Grüße
von Eurem Doc Holiday / Raini Becker

 

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