Schläge an der 3rd Bridge

Damals, das ist nun schon ganz schön lange her, vor der Unabhänigkeit von Namibia. Da war es hier in Namibia noch richtig wild und in Botswan noch viel mehr, da merkte man von dem heutigen Reichtum den die Diamanten Mine in der Kalahri dem Land bescheren noch nichts. Die Pads waren eher wie ein Flußbett und wenn die zu schlecht war, gab es eine “Ompad” durch den Busch und dann noch eine und noch eine, also eine Ompad van die Ompad. Man wußte kaum noch ob man richtig liegt. Man mußte es im Gefühl haben und sich soetwa nach der Sonne orientieren, man kam trotzdem immer am Ziel an. Wenn eine Pad bearbeitet wurde, haben die eine große Akazie umgehauen und mit einer dicken Kette an einen Tracktor geketten und schon wurde die Piste glatt gekämmt, wenn der Baum nur noch zu einem Stamm reduziert war, wurde halt ein neuer genommen. Die Autos die wir benutzten waren oft ein Ford F 250 ( F twofifty ) . Die waren schön groß, man saß drin wie im Wohnzimmer, Doppelkabiener, versteht sich, mann brauchte ja Platz für die zahlenden Gäste, 4 an der Zahl.

Nach Maun machten wir uns auf den Weg zum Moremi Park, South Gate und dann zur 3. Bridge. Der Sand war tief, die Reifen schlecht und der Kühler kochte alle naselang, das bedeutete das ich einige mal mit einer Kanne loszog um Wasser aus einer Pfütze zu holen, das war schon mal ein Kilometer entfernt wo auch Löwen lauern konnten, aber da mußte ich durch, es mußte ja weiter gehen. Für die Gäste war es vielleicht noch aufregender, denn die wären ja total aufgeschmissen wenn mich die Löwen erwischt hätten. Die wußten nun überhaupt nicht wo wir waren, das war die Zeit vor GPS und wo es schöne Karten von Veronika Roodt und Shell gab, ( die Dame kenn ich persöhlich aus meiner Studien zeit in Pretoria ! ). Dann hätten die den Wagen wohl auch nicht lange kontroliert, keine Servolenkung. Die Gäste waren aufjeden fall immer ganz froh wenn Sie mich endlich wieder sahen und es weiter ging und wir uns durch den tiefen endlosen Sand wühlten. Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir dann endlich totmüde an der Third Bridge an. Da gab es nichts , nur freie Stellen unter den Bäumen wo man halt campen konnte, ich war so vertig und verschwitzt das ich erst mal in den kleinen Bach gesprungen bin um mich zu erfrischen, am Krokodile konnte ich da nicht denken, zu verlockend war das erfrischende Nass. Seid Maun hatten wir auch kein Auto mehr gesehen, es war außerst einsam, “unter dem Nachrichten Baum” von Axel Thorer waren somit auch keine news für uns. Wir haben unser Lager halt gleich neben der Brücke aufgestellt und ich mußte ja nun noch ein lekkeres Mahl für meine Gäste zubereiten, es gab Spagetti Carbonara und die müßen damals besonders gut geraten sein, denn heute nach über 20 Jahren schwärmt meine Kundin die hier in Swakopmund im Alterheim wohnt, immer noch und beteuert das es die besten Sp Carbonara waren die sie jemals gegessen hat, ich würde mal sagen das es einfach das Erlebniss, die Aufregung und die tolle Afrikanische Stimung unter dem Sternen himmel war, ich sage dann immer willkommen im tausend Sterne Restaurant. In der Ferne heulten Schakale und auch eine Hyäne war mal zu hören, aber das ist nicht das schlimme, es sind eher die Tiere die man nicht sieht oder hört die da im Busch lauern und vielleicht gar nicht so weit entfernt sind, davor muß man viel eher respeckt haben. Ich bin auch kein Freund von großen Lagerfeuern, ersten verraten die allen im Busch das da jemand ist, und der hat bestimmt ordentlich Angst, sonst würde er nicht so ein großes Feuer machen und zweitens sitzt man dann so richtig auf dem presentier Teller, für alle im Busch gut zu sehen. Durch so viel Licht ist alles außerhalb des Lichtschein dann auch stockfinstere Nacht und man erkennt nichts und hören tut man auch recht wenig. Ich bin der Meinung das man nur eines seiner Sinne so richtig verscherft einsetzen kann, wenn viel Licht ist, halt die Augen und nicht so sehr die Ohren. Deswegen bin ich ein Freund von den alten Petroleum Lampen, die geben ein schönes warmes Licht, die laßen sich nahtlos regulieren und sind leise, kein lästiges lautes rauschen. Nach dem Essen derh ich die Lampen ganz runter und plötzlich “ voala” sieht man die Sterne und die Geräusche werden wahrnembarer und man merkt das manim afrikanischen Busch sitzt, das kleine Lagerfeuer flackert gemühtlich, DAS ist Afrika!

 

Ich hörte schon eine weile ein Brummen, ein Auto das noch zu später stunde ankam. Die waren heils froh endlich Ihr Ziel erreicht zu haben und ich habe Sie auch eingeladen gleich unter dem nächsten Baum zu campen was Sie auch dankend annahmen. Wir waren auch froh das wir gesellschaft und etwas sicherheit hatten. Wir gingen zu Bett und unsere Nachbarn mußten ja noch kochen und die waren vom anderen Lager, die machten ordentlich helles licht, da waren sie nun unter Ihrer Käseglocke aus Licht und draußen nichts mehr zu sehen oder Wahrzunehmen. Mir sollte es nun egal sein, ich lag selenruhig im Zelt und lauschte noch den Geräuschen im Busch bis mir die Augen zuvielen.

 

Am nächsten morgen war ich nun wieder früh wach und machte mich an die Arbeit, Frühstück mußte vorbereitet werden. Nach dem Frühstück habe ich wieder Wasser aus dem Fluß geholt für den Abwasch, da ich meine Augen immer am Boden habe, denn das ist ja die Zeitung des Busch, da sieht man was los war, bemerkte ich die großen Tatzen Spuren im Sand, Die waren aus dieser letzten Nacht und es waren viele und es war ein ganzes Löwen Rudel. Ich vergass nun den Abwasch und volgte den Spuren an unserm Camp vorbei und richtung der anderen Spät ankömmlinge, meine Gäste aus D’land bemerkte wie ich den Boden Studierte und fragte was ich sehe. Da ich Sie nicht noch unnötig belasten wollte, denn Ihre Nerven lagen schon blank, sagte ich es wären Schakale und die Hyäne die wir am Abend gehört haben. Aber ausgerechnet in dem Augenblick steckte einer der Spätankömlinge seinen Kopf aus dem Dachzelte und verkündete lautstark in Englisch das es Löwen waren, 17 Stück, ein ganzes Rudel ganz nah an unseren Zelten vorbei. Ich versuchte dem Kerl Zeichen zu geben er möge aufhören mit der Geschichte, Zeichensprache, Finger auf den Mund, Mund zugespitzt, nichts half. Er wurde immer Eifriger mit der Geschichte, Sie hatten die Löwen im vollen Rampenlicht, ganz nah an unseren Zelten, aber bei uns Rührte sich nichts, Sie haben alles auf Video aufgenommen, ich gestikulierte noch das er BITTE aufhören möge, aber davon wollte er nichts wissen. Er wollte uns das video zeigen. Auf jedenfall verstand meine Dame nun doch so viel Englisch das Sie wußte das ich Sie behumpst hatte mit Schakalspuren, Sie war nun wütend und tromelte mit Ihren Fäusten auf meinen Rücken, ich rannte fort und sie schlagend hinter mir her. Nun schaute der Spätankömmling nicht schlecht was da nun bei den anderen los war, er hatte ganz große Augen und dachte sicherlich, “ die Spinnen , die Deutschen”.

 

Unsere Dame beruhigte sich wieder und ich erklärte Ihr und den anderen, warum sollte ich Sie im Nachhinein beunruhigen , die Löwen sind gekommen und gegangen und nichts ist passiert, wir haben es ja nicht mal bemerkt das das ganze Rudel die selbe Brücke benutzt hat , denn ein Löwe macht sich in echter Katzen manier die Pfoten nicht gerne nass. Da merkt man mal wieder das die richtig gefährlichen Situationen gar nicht richtig bemerkt werden. Da sitzen wir, kochen, essen, machen den Abwasch, gehen hinter den Busch auf toilette und die Löwen waren schon lange in unser näheren Umgebung. Als wir zu Bett gingen haben Sie die Brücke überquert, obwohl die Spätankömlinge noch im Licht rum hantierten, aber die waren nun nicht so nah an der Brücke wie wir und die Löwen haben sicherlich gemerkt das ich das Stärkste glied in der Kette der Menschen bin, das ich auf Geräusche im Busch reagiere und horche und schau. Ich bin mir sicher das die Tiere das sehr wohl checken, als ich zu Bett ging, war es Ihre Zeit die Brücke zu queren. Die Löwen sehen ja auch sofort welches Tier das schwächste ist , und das wird gejagt, das gehört zur Löwen schlauheit.

 

Dann ging die Tour halt weiter, es war nun etwas leichter mit dem fahren, der Sand nicht mehr so tief und es lief glatter, dann eine Nacht am North Gate, dieser Camp ist ganz toll gelegen am River Khwai , Hippos sind in der Nähe und man hört Sie nachts , das ist auch ein tolles Erlebniss. An dem Morgen waren wir schon von einer frühen Pirschfahrt zurück und ich war zu Fuß zum nächsten Wasserhan unterwegs um Wasser für das Frühstück zu holen und da konnte ich was lustiges beobachten wo ich fast noch mal Schläge bezogen habe. Ich konnte unsere Nachbarn beobachten, er hat seinen Frühstückstisch schön zubereitet, sein Freund war wohl per Auto auf Pirschfahrt und er hatte an alles gedacht, er stand da und bestaunte sein Werk und prüfte wohl ob er auch an alles gedacht hat. Er wollte als nächstes wohl auch noch zum Wasserhann um eine Behälter voll Wasser zuholen. Ich konnte aus meinem Blickwinkel sehen das ein großer Bärenpavian über ihm im Baum sitzt und den gedeckten Tisch und den Mann beobachtet. Ich wußte schon was nun als nächstes passieren wird, denn Paviane haben wohl nur 2 Kromosone die sich zu unseren Menschlichen unterscheiden. Nun ja, der Mann kan nun auf mich und den Wasserhan zu gelaufen , ich wollte Ihn jetzt auf die Gefahr die von dem Pavian ausging aufmerksam machen, aber er war wohl so zufrieden mit sich selbst, seinem Werk und der Natur das ich seine Aufmerksamkeit gar nicht so schnell auf mich ziehen konnte und als ich sie dann hatte, war er verwirrt weil er nicht verstand was ich denn wollte. Der Pavian war vom Baum runter sobald der Mann den Rücken gekehrt hatte und saß genüßlich auf dem gedeckten Tisch und das reichliche Angebot ließ ihn wohl staunen und er hatte keine Eile mit dem Fressen. Naja, der Mann drehte sich nun doch um und sah mit Schrecken was da auf seinem Tisch saß, er rannte natürlich sofort los, der Pavian sah das und wußte das nun Eile geboten war und machte noch seine typischen bewegungen, mit dem Oberkörper immer hoch und runter und ein Ohhh Ohhhh Ohhh, damit will ein Pavian seinen Gegner einschüchtern. Aber als der Mann weiter auf seine Tisch zurannte überlegt sich der Pavian was er noch schnell mit nimmt. Ganz kurz bevor der Mann seine Tisch erreicht springt der Pavian hoch in den Baum und nimmt sich noch einiges was er so grabschen kann mit, aber der Tisch ist ein Chaos, erstaunlich wie man in so kurzer Zeit so viel kaputt machen kann. Ich konnte mich schon lange nicht mehr halten vor lachen, ich hab das ganze ja kommen sehen, genau so mußte es passieren und für mich war es halt SEHR lustig. Ich kenn das verhalten von Pavianen und weiß wie läßtig die sein können, aus dem Grund habe ich immer eine Zwille dabei und eine Beutel mit schönen runden Steinen die ich schon zu Hause in Swakopmund am Strand sammel, denn Steine sind hier in der Kalahri mangelware, die Steine die ich mit habe, haben genau die richtige größe damit so ein Stein ordentlich weit fliegt und im Fall eines Treffers auch ordentlich weh tut. Ich habe zwar noch keinen Pavian oder Affen getroffen, aber ich halte Sie mir damit erfolgreich vom Lager fern.

 

Unser Mann stand nun da, schaute sich dieses Chaos an, welche Enttäuschung, was wenn jetzt sein Freund kommt und das sieht, alle die Arbeit umsonst und auch noch alles im Sand, nicht mehr für einen Menschen zu genießen. Dieser Verlust von Proviant, hier ist ja kein Laden wo man mal eben was neues besorgen kann, nun muß man sich anpassen und mit weniger zu recht kommen. Dann stand da hinten am Wasserhan auch noch so eine anderer blöder Typ und lacht sich schief, Der Kerl kochte vor Wut, das war mir klar, ich hatte auch nicht den mum zu Ihm zu gehen und zu fragen ob ich behilflich sein kann.

 

Am Nachmittag habe ich Ihn dann wieder getroffen und da habe ich mich entschuldigt das ich so herzlich gelacht habe und da sagt er mir auch das er da nicht wußt auf wen er mehr eine Wut hatte, auf den Pavian der Ihm das ganze Frühstück zunichte gemacht hat, oder auf mich der darüber so gut gelacht hat, eigentlich war seine Wut auf mich größer gewesen. Ich sagt das ich das auch gut verstehen kann, aber er das ganze auch mal aus meiner Sicht betrachten sollte, da fing er dann auch an zu schmunzeln.

 

Es ist ja nicht so das ich nicht auch schon Schaden erlitten hätte, das war in Serondella, am Chobe Fluß, gegenüber vom Caprivi Zipfel. Der Camp war eingerichtet und wir wollten noch auf eine Pirschfahrt, da habe ich die Proviant Kiste/Stahlkoffer mit Gurten zugeschnürt, die Paviane haben den Stahlkoffer nicht auf bekommen, aber sie haben den Koffer gewälzt um zu sehen ob Sie den von unten aufbekommen, dabei ist das Öl ausgelaufen, das hat sich mit dem Zucker , dem löslichen Kaffe und dem Weißmacher vermischt, das war vielleicht eine Schweinerei, da mußte ich halt alles ordentlich waschen, damit war ich eine ganze weile beschäftigt und da hatte ich auch eine Wut im Bauch. Es gibt wohl kein Tier auf das ich so schlecht zu sprechen bin wie auf einen Pavian, ich habe auch keine Gewissenbisse mit einer Zwille ordentlich drauf los zulegen, da kommt bei mir der Jagdinstinkt durch, da will ich treffen, der Pavian soll so richtig aufschreien, das wäre eine genugtuhung für mich. Aber damals habe ich auch gelernt das ich alle Gefäße selber ordentlich zu machen muß, denn es scheint mir das ein normaler Europäer ein Gefäß, ein Glas ein “irgend etwas” einfach nicht richtig zu macht. Es wird nur so halbherzig der Deckel drauf gedreht und wenn man das Gefäß schon am Deckel packt, dann fällt der Behälter drunter, runter. Eine äußerst schlechte Angewohnheit, habt Ihr Gäste/ Touris Angst das Ihr den Behälter nicht wieder auf bekommt, habt Ihr kein Mum in den Knochen oder was ist Euer Problem? Das würde ich mal gerne wissen.

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